Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung

NachhaltigkeitDer Begriff Nachhaltigkeit hat vor einiger Zeit Einzug gehalten und wird seitdem nahezu inflationär benutzt. Doch was steht eigentlich dahinter? Nachhaltigkeit wurde zunächst in wissenschaftlichen Kontexten diskutiert, zog später in politische Kreise ein und ist zunehmend auch im Kontext zivilgesellschaftlicher Zusammenhänge relevant. Der „Rat für Nachhaltige Entwicklung“, berufen von der Bundesregierung, definiert nachhaltiges Handeln folgendermaßen: “Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben.” Das hat dazu geführt, dass in der Wirtschaft die Rede von nachhaltigen Geld- und Kapitalanlagen ist und die Forderung nach Postwachstumsstrategien wächst. Die Europäische Union hingegen hat 2001 eine langfristige Strategie zur Nachhaltigen Entwicklung verabschiedet, die eine Vielzahl an konkreten Zielen und Vorschlägen sowie Umsetzungsmöglichkeiten zur Verbesserung der europäischen Politik enthält. Vor allem Umweltaktionsprogramme oder zahlreiche Debatten über erneuerbare Energien begegnen uns in Medienberichten häufig. Um diesen im Kern sehr guten und wichtigen Gedanken zu verwurzeln und weiter auszubauen, gibt es zum Beispiel diverse Nachhaltigkeitspreise.

Nachhaltiges Handeln des Einzelnen

Dass die Ressourcen der Erde nur begrenzt sind, wird uns nahezu täglich in den Nachrichten mitgeteilt. Viele Programme und Ideen werden bereits umgesetzt, doch so ganz scheint das Thema Nachhaltigkeit noch nicht bei jedem Einzelnen angekommen zu sein. Wir sind ein Teil der Gesellschaft und in der Pflicht, unser Handeln kritisch zu hinterfragen – d.h. auf den eigenen ökologischen Fußabdruck zu achten. Somit kommen wir zum Thema nachhaltiger Konsum. Im täglichen Leben betrifft das vor allem die Fortbewegung, die Ernährung, die Mode und die Körperpflege. In der Freizeit kommt u.a. noch der Bereich Tourismus und Reisen hinzu. Im Bereich Mode hat sich inzwischen eine Vielzahl kleiner Öko-Labels gegründet und nachhaltige Projekte entwickelt. Ähnlich verhält es sich im Bereich der Kosmetik – die Naturkosmetik ist ein seit Jahren wachsender Markt, was sich zum einen durch die Verkaufszahlen belegen lässt, zum anderen durch eine wachsende Anzahl an Herstellern mit immer größerem Sortiment und verbesserter Produktpräsentation offensichtlich wird. Egal, ob es sich um nachhaltige Mode oder Naturkosmetik handelt, wichtig ist dabei, dass möglichst regionale Rohstoffe verwendet werden oder aber die Rohstoff-produzierenden Länder, Kleinbauern, Unternehmen entsprechend entlohnt und gefördert werden. Das Ganze ist den meisten unter dem Begriff Fair Trade bekannt. Auch in der Ernährungsindustrie, zum Beispiel beim Kaffee, gibt es viele Nachhaltigkeitsprojekte.